Glocken aus dem achten Jahrhundert, Handschriften aus der Zeit Karls des Großen, frühneuzeitliche Kirchenmatriken und Kirchenbauten der Moderne: Nach gut 1.700 Jahren christlicher Geschichte in und um Augsburg hat das Christentum die Region zutiefst durchdrungen und geformt. Unzählige Objekte und Gebäude, Gebräuche und Redewendungen geben bis heute davon Zeugnis. Das Bistum Augsburg nimmt dieses stolze Erbe ernst – und tut viel, es für nachfolgende Generationen zu bewahren.

Doch auch im Hier und Jetzt führt das Bistum die kirchliche Tradition der Kunstförderung fort – sei es über Konzerte und Lesungen in den Pfarrkirchen, über Ausstellungen und Kunstaufträge, oder eben den Augsburger Domsingknaben, die seit 1976 nicht nur die Domliturgie musikalisch bereichern, sondern bei Auftritten weltweit den hohen Stand Augsburger Gesangskunst überzeugend darlegen.

Kultur

Musik und Kunst in Tradition und Moderne

2090 Kirchen und Kapellen, von denen 1809 unter Denkmalschutz stehen; über zehn Regalkilometer an Dokumenten aus elf Jahrhunderten, die im Bistumsarchiv verwahrt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden; rund 350 Buben und junge Männer im Alter zwischen zwei und 25 sowie seit neuestem auch 60 Mädchen, die bei den Domsingknaben und in der Mädchenkantorei musikalisch gebildet werden; dazu fast fünfhundert Menschen, die in den letzten Jahren zu ehrenamtlichen Kirchenmusikerinnen und Chorleitern ausgebildet wurden: Kirche und Kunst sind bis heute nicht getrennt voneinander zu denken. Das kommt allen Menschen zugute, wie etwa den hunderttausenden Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern, die Woche für Woche und Jahr für Jahr ganz umsonst in den Genuss qualitativ hochwertiger Kirchenmusik kommen, oder auch den vielen Menschen, die über das Diözesanmuseum St. Afra mehr erfahren können über die christliche Kulturgeschichte ihrer bayerisch-schwäbischen Heimat.

Dieses Erbe zu wahren und zu fördern kostet einiges an Geld: Alleine 2026 fließen über 92 Millionen Euro und damit mehr als jeder fünfte Euro des diözesanen Budgets in die Bereiche Bildung, Erziehung und Kultur.